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Salon K - Folge #3 RENZO VITALE

Psychoakustik ist eine relativ junge Wissenschaft, die sich mit der subjektiven Wahrnehmung von Schall als Hörereignis beschäftigt. Renzo Vitale, New Yorker Musiker, Komponist und Wissenschaftler im Bereich Akustik, arbeitet aktuell am Institute of Technical Acoustics der RWTH Aachen University zu Themen der Musikperzeption. Daneben erforscht er in seinem künstlerischen Schaffen menschliche Wahrnehmung von Musik. Im Rahmen der Reihe Salon K wird er diese Dichotomie zu einem Abend gestalten, in dem Kunst und Wissenschaft in einen spannenden Dialog treten und miteinander interagieren.

Von den Künsten ist Musik diejenige, der man höchste Emotionalisierung zuspricht, aber auch weitreichende Abstrahierungsmöglichkeiten. Sie wird als Erzählung rezipiert, kann sich dieser aber auch verweigern. Immer aber wird sie subjektiv und individuell unterschiedlich wahrgenommen – und dies gerade in den Grenzbereichen.

Die Einladung steht in Zusammenhang mit der Vorbereitung der Musiktheater-Produktion TRANSFLEISCH des theater-51grad.com. In dieser Produktion setzen sich der Komponist Sergej Maingardt und die Dramaturgin Rosi Ulrich mit akustischer und visueller Wahrnehmung auseinander und arbeiten auf musikalischer, visueller und textueller Ebene an Effekten der Verschmelzung, Fragmentierung und Überlagerung.

Renzo Vitale machte den Master in Electronic Engineering und in Klavier, studierte elektronische Musik, Komposition und Dirigieren. Nach zwei Jahren als Gastforscher an der School of Architecture am Pratt Institut in New York ist er derzeit Doktorand für Akustik am Institut für Technische Akustik der RWTH Aachen. Seine Forschungsbereiche sind Raumakustik, Psychoakustik und Musikkommunikation. Für seine Arbeiten erhielt er mehrere Preise, Stipendien und Auszeichnungen. 2012 veröffentlichte er sein erstes Piano-Solo-Album mit dem Titel „ZEROSPACE“, 2013 wird das neue Indie-Electro Album „STORM“ erscheinen.

Mit: Renzo Vitale