Freihandelszone

Antje Pfundtner in Gesellschaft: Nimmer

Für „nimmer“, ein Tanzstück auch für Kinder, hat Antje Pfundtner Kinder im Grundschulalter und Erwachsene nach ihren persönlichen Erfahrungen und ihrem Umgang mit dem Verschwinden befragt, um die Schnittstellen und Differenzen beider Zielgruppen zu erforschen und sich der Frage zu widmen, wie Erwachsene und Kinder sich eine Aufführung teilen. Jeder von uns kann von Dingen oder Menschen erzählen, die verschwunden sind: auf plötzliche, auf mysteriöse, auf traurige Art und Weise, überraschend oder geplant. Aber wie geht Verschwinden überhaupt, kann man das Verschwinden sehen? In einem Punkt waren sich die Kinder einig: Nichts kann endgültig verschwinden, denn alles Verschwundene taucht früher oder später irgendwo wieder auf – unter einem anderen Namen, in anderer Form, in Erinnerungen, in Geschichten, in einem drin. So entstand „nimmer“, ein Solo von einer knappen Stunde Dauer, mit Antje Pfundtner und zwei Kinderstatisten. In einer Choreografie aus Bewegung, Sprache, Musik und Objekten wird darin das Verschwinden, die unergründliche Vergänglichkeit des Lebens und der Dinge thematisiert – auch und vor allem als ein magischer Moment, wie Kinder das Verschwinden oft wahrnehmen – im Gegensatz zur erwachsenen Wahrnehmung als einer Metapher für den Tod. In „nimmer“ verschwinden Jacken, Erinnerungen, Töne, und auch Menschen. Manche findet man irgendwo wieder, manche sind für immer weg.

Das Tanzstück findet im Rahmen von GLOBALIZE:COLOGNE 2016 statt.

nimmer ist Teil einer zweiteiligen Projektreihe in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, FFT Düsseldorf und K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg im Rahmen von Choreographie der Nachbarschaft – Ein TANZFONDS PARTNER Projekt. Gefördert durch: die Freie und Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde, den Fonds Darstellende Künste e.V., die Hamburgische Kulturstiftung und modul-dance. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder