Freihandelszone

Futur3: Ortschaft:Abgeschaltet

Welche Auswirkungen hat Massenarbeitslosigkeit auf eine Gesellschaft? Dieser Frage geht das freie Kölner Theaterensemble Futur3 in seiner Produktion Ortschaft:Abgeschaltet nach. Futur3 nähert sich dem hochaktuellen Thema Arbeitslosigkeit auf der Grundlage einer rund achtzig Jahre alten sozial-psychologischen Studie: „Die Arbeitslosen von Marienthal". Darin beschreiben junge Sozialforscher aus Wien, was in den 1930er Jahren in einem österreichischen Dorf passiert, in dem auf einen Schlag drei Viertel der Familien unterstützungsbedürftig werden. Dort schließt die Fabrik, wie auch viele andere in ganz Europa während der Weltwirtschaftskrise. Die Menschen haben keine Hoffnung auf neue Arbeit, ihr Verhältnis von Sinn und Zeit gerät völlig aus den Fugen, die ökonomischen Schwierigkeiten sind erdrückend. Mittels versteckter Beobachtungen, verteilten „Zeitverwendungsbögen“ oder praktischen Interaktionen vor Ort erstellen die Wissenschaftler ein umfassendes Inventar des Lebens der Arbeitslosen. Sie dokumentieren, wie die Gemeinschaft in Lähmung verfällt, Kultur und Gesellschaft zerfallen.



Mit: Irene Eichenberger, Stefan H. Kraft, Pietro Micci Regie: André Erlen Konzept und Dramaturgie: Judith Wilske Szenenbild: Petra Maria Wirth Video: Andreas M. Fohr Licht: Boris Kahnert Assistenz: Carmen Casagrande Szenenbild-Assistenz: Hyun Hur Produktion: Rut Profe-Pracht, Armin Leoni (little bit cologne), Kaja Manenbach, Jana Marscheider Pressearbeit: neurohr & andrä Graphik: Thomas Majesvzki Gesamtleitung: Stefan H. Kraft, André Erlen, Judith Wilske Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln. Die Produktion und das Ensemble werden gefördert durch: Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Kulturamt der Stadt Köln, Fonds Darstellende Künste und RheinEnergieStiftung Kultur. Medienpartner: StadtRevue - Das Kölnmagazin