
the end of amusement
07.10.26 – 10.10.26
Das Festival für Performative Künste in Köln
FESTIVALZENTRUM Orangerie Theater – Volksgartenstraße 25 – 50677 Köln
Performance. Partnerschaft. Partizipation. Polarisierung. Party.
Mittwoch, 7.10.2026
18:00 und 20:30 Ivo Dimchev (BG): DI/Strauss Technique!
Der bulgarische Ausnahmekünstler kehrt zurück! Schon 2015 war er Gast der Freihandelszone – damals mit „P Project“, einer Performance, die schonungslos Kapitalismus und die Grenzen des Theaters analysiert. 2026 präsentiert er Di/STRAUSS-Technik: Dieser partizipative Musik- und Tanzkurs, inspiriert von der Musik des Walzerkönigs Johann Strauss II., beflügelt die Lebensfreude, den Mut zum Singen, die körperliche Freiheit und die Sehnsüchte des Publikums.
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The extraordinary Bulgarian artist returns! Already a guest of Freihandelszone in 2015 with "P Project", a performance that ruthlessly analyzed capitalism and the limits of theater, Dimchev now presents „DI/Strauss Technique“: This participatory music and dance workshop, inspired by the music of the Waltz King Johann Strauss II, fuels the joy of life, the courage to sing, physical freedom, and the longings of the audience.
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19:00 Eröffnung/Opening
Donnerstag, 8.10.2026
18:30: Konzert Klauen
In unterschiedlichen Konstellationen und Namen entwickeln die Kölner Klauen seit den 2000ern ihre Version von Electro-Post-Punk. Zu zweit als ELECTRIC BEATNIKS, die später zu einer vierköpfigen Band anwuchsen, sich in KLAUEN umbenannten, um wieder zu zweit beim Wesentlichen zu landen: ihren manisch-ekstatisch tanzbaren Songs meist über die Beschissenheit der Dinge. Sie hassen, aber sie lieben auch. Und sie klauen nur so viel, dass niemand was merkt.
Since the 2000s, the Cologne-based band Klauen has been developing its own take on electro-post-punk under various lineups and names. Starting as a duo called ELECTRIC BEATNIKS, they later expanded into a four-piece band, renamed themselves KLAUEN, and then returned to a duo to focus on what matters most: their manic, ecstatic, danceable songs—mostly about how shitty things are. They hate, but they also love. And they steal just enough that no one notices.
20:00 Marco Donnarumma (IT): Ex Silens
Eine hybride Performance zwischen Körper, Klang und Technologie. Donnarumma, bekannt für seine experimentellen Ansätze, verbindet physische Präsenz mit digitalen Klängen und schafft so eine immersive Erfahrung, die das Publikum in eine Welt zwischen Stille und Lärm, zwischen Mensch und Maschine entführt. „Ex Silens“ ist kein Konzert, keine Installation – es ist ein Erlebnis, das alle Sinne herausfordert.
Das Stück kommt ohne Lautsprache aus und ist daher zugänglich für d/Deaf und Hörpublikum.
Anschließend Q&A mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (in Kooperation mit Un-Label)!
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A hybrid performance blending body, sound, and technology. Donnarumma, known for his experimental approaches, combines physical presence with digital sounds, creating an immersive experience that transports the audience into a world between silence and noise, between human and machine. „Ex Silens“ is not a concert, not an installation—it is an experience that challenges all the senses.
The play does not use spoken language and is therefore accessible to deaf and hard-of-hearing people.
Followed by a Q&A session with translation into German Sign Language (in cooperation with Un-Label)!
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Freitag, 9.10.2026
18:00 und 20:00 Ugo Dehaes (BE): Simple Machines
In „Simple Machines“ zeigt Ugo Dehaes, wie er Roboter züchtet und zu Tänzern ausbildet. Wir leben in einer Welt, die von wirtschaftlichen Prinzipien beherrscht wird, die uns dazu drängen, alles so effizient und billig wie möglich zu gestalten. Als Reaktion darauf hat Ugo alle seine Tänzer entlassen und erforscht, wie er seine eigenen Roboter züchten und trainieren kann. Sie schlüpfen aus verrückten Kokons und krabbeln dann wie seltsame Raupen über den Tisch. Manche bekommen Haare, andere tappen wie kleine Hunde herum. Mithilfe künstlicher Intelligenz lässt er sie ihre eigene Tanzperformance entwickeln. Dann verschwindet auch Ugos Job als Choreograf … „Simple Machines“ ist ein Versuch, den Menschen im Schaffensprozess vollständig überflüssig zu machen. Willkommen in der Zukunft.
Nach der Aufführung ist das Publikum eingeladen, den Robotern in der Installation „Arena“ – dem ersten Teil des Zyklus „Forced Labor“, der als Kulisse für „Simple Machines“ dient – selbst neue Bewegungen beizubringen.
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In „Simple Machines“, Ugo Dehaes demonstrates how he breeds and trains robots to become dancers. We live in a world dominated by economic principles that push us to make everything as efficient and cheap as possible. In response, Ugo has fired all his human dancers and is exploring how to grow and train his own robots. They emerge from crazy cocoons and crawl across the table like strange caterpillars. Some grow hair, others scurry around like little dogs. Using artificial intelligence, he lets them develop their own dance performance. Eventually, even Ugo’s job as a choreographer becomes obsolete. Simple Machines is an attempt to make humans completely redundant in the creative process. Welcome to the future.
After the performance, the audience is invited to teach the robots new movements in the installation "Arena"—the first part of the cycle "Forced Labor", which serves as the backdrop for Simple Machines.
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19.00 Uhr und 21.00 Uhr Organic mechanic

Sounds und Visuals aus dem Glashaus.
Eine audiovisuelle Performance mit Uli Sigg und Karl-Heinz Müller in Kooperation mit Radio 674.fm.
Sounds and visuals from the glasshouse.
An audiovisual performance featuring Uli Sigg and Karl-Heinz Müller in collaboration with Radio 674.fm.
Samstag, 10.10.2026
18:00 Liya Yu (DE): Hirn Statt Moral / Brain Instead of Morality // Keynote
Die Welt befindet sich in einem Dauerkrisenzustand, in dem gegenseitige Humanisierung über Identitätskategorien und politische Unterschiede hinweg immer unmöglicher scheinen. Gängige Moral-und Wertediskurse scheitern zunehmend. Stattdessen müssen wir grundlegend unsere menschliche Natur und das Gehirn dahinter besser verstehen: Was passiert im Gehirn, wenn wir Angst vor Fremden oder Dehumanisierung gegenüber dem Gegner oder Furcht gegenüber einer liberal-offenen Zukunft empfinden? Mit welcher politischen und künstlerischen Sprache können diese kognitiven Mechanismen adressiert und gar geändert werden? Dieser Vortrag zeichnet eine neue politische Philosophie, basierend auf unserer menschlichen neuronalen und biologischen Existenz, auf, mit der wir die schwierigen Herausforderungen unserer Zeit kognitiv und körperlich angehen können.
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The world is in a state of perpetual crisis, where mutual humanization across identity categories and political differences seems increasingly impossible. Conventional moral and value discourses are failing. Instead, we must fundamentally better understand our human nature and the brain behind it: What happens in the brain when we feel fear of strangers, dehumanization toward opponents, or apprehension about a liberal-open future? What political and artistic language can address and even change these cognitive mechanisms? This lecture outlines a new political philosophy based on our human neuronal and biological existence, enabling us to tackle the difficult challenges of our time both cognitively and physically.
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19:00 Oleksii Dorichevsky (UA): The Edge of Fear // Lecture Performance
Oleksii Dorichevsky ist Soldat in der ukrainischen Armee und Theatermacher. In „The Edge of Fear“ erzählt er von seinen eigenen Erfahrungen mit der Angst an der Front und im Alltag. Als Theatermacher weiß er, dass es im Theater oft um das Erkennen und den Umgang mit den eigenen Emotionen geht. Der Ausbruch des großen Krieges in der Ukraine, der Eintritt in die Armee, die Kampfhandlungen – diese Ereignisse sind mit einer explosiven Ladung an Emotionen verbunden. Das Theater versucht als Mittel, diese Emotionen zu erfassen. Deshalb versucht Oleksii gemeinsam mit dem Publikum, mithilfe des Theaters das Wesen seiner Angst zu hinterfragen und zu verstehen.
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Oleksii Dorichevsky is a soldier in the Ukrainian army and a theater maker. In „The Edge of Fear“, he shares his personal experiences with fear at the front and in daily life. As a theater maker, he knows that theater often deals with recognizing and confronting one’s own emotions. The outbreak of the large-scale war in Ukraine, joining the army, and combat operations are events charged with explosive emotions. Theater serves as a means to grasp these emotions. Therefore, Oleksii, together with the audience, attempts to use theater to question and understand the nature of his fear.
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19:30 Jenseits der Angst – Kunst und Politik in emotionalen Zeiten
Panel mit Liya Yu und Olexii Dorichevsky, moderiert von Dorothea Marcus
Das Gefühl der Angst kann ein wichtiges Warnsignal für Gefahren sein und gleichzeitig auch lähmen. Der Fokus auf Bedrohungen kann deshalb individuelle und gesellschaftliche (Zukunfts-) Ängste verfestigen, die den Handlungsspielraum weiterer einengen. In dem Panel „Jenseits der Angst“ diskutieren die Philosophin für neruopolitics Liya Yu und der ukrainische Theatermacher und Soldat Olexii Dorichevsky, ob und wie die Angst auch Chance für das Navigieren durch Krisenzeiten sein kann.
Eintritt frei!
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Beyond Fear – Art and Politics in Emotional Times. Panel with Liya Yu and Olexii Dorichevsky, moderated by Dorothea Marcus
The feeling of fear can be an important warning sign of danger, yet it can also be paralyzing. Focusing on threats can therefore reinforce individual and societal fears—including fears about the future—which further restrict our scope for action. In the panel “Beyond Fear,” Liya Yu, a philosopher specializing in neuropolitics, and Olexii Dorichevsky, a Ukrainian theater artist and soldier, will discuss whether and how fear can also present an opportunity for navigating times of crisis.
Free admission!
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20:30 Maxim Storms (BE): Marshmallow BBQ
Ein gruselig-komisches Drama mit dem Charme alter Horrorfilme: Ein harmloser Campingausflug mit Freunden nimmt eine düstere Wendung. Storms und Leirens spielen mit unseren Ängsten – zwischen Lachen und Schrecken. Ihr Versprechen: „Nichts ist schrecklicher als die letzten zwanzig Minuten eines Marshmallow-BBQ!“ Wer traut sich da noch ein Marshmallow zu nehmen?
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A creepy-comic drama with the charm of old horror films: A harmless camping trip with friends takes a dark turn. Storms and Leirens play with our fears—between laughter and terror. Their promise: "Nothing is more terrifying than the last twenty minutes of a Marshmallow BBQ!" Who dares to take a marshmallow now?
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URBÄNG!-Special
Im Anschluss, ca. 22:00 Uhr: URBÄNG!-Abriss-Party mit Konzert und DJ.
Following that, around 10:00 p.m.: URBÄNG! demolition party with a concert and a DJ.
22:00 cleo2k

Von Indie_Pop bis Hyper_punk
Wenn Sie auf die Bühne geht, entsteht ein Spannungsfeld beyond_Gender_beyond_Genres_beyond_Rules. Aber die Künstlerin bleibt immer zu 2000% cleo.
From Indie_Pop to Hyper_punk
When she takes the stage, a field of tension emerges beyond_Gender_beyond_Genres_beyond_Rules But the artist always remains 2000% cleo.
TICKETs: 0221 985 45 30
orangerie-theater.reservix.de
urbaeng@freihandelszone.org
EINE VERANSTALTUNG VON FREIHANDELSZONE — ENSEMBLENETZWERK KÖLN
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