Februar 2022

19FebganztägigMOUVOIR: HELLO TO EMPTINESSOffene Probetanzhaus nrw, Düsseldorf

Über die Veranstaltung

„All these losses are grievable, which means that they are lives worthy of acknowledgement, equal in value to every other life, a value that cannot be calculated.” (Judith Butler, Mourning is a Political Act, Truthout, 14.05.2020)


HELLO TO EMPTINESS ist ein Echo und eine performative Reflektion zu gesellschaftlicher Verletzlichkeit und dem Umgang mit Trauer, die mit der pandemischen Krise eine aktuelle Aufladung erfährt. Die fünf eingeladenen Künstler:innen haben als Musiker:innen und Tänzer:innen einen interdisziplinären Hintergrund und Einblicke in unterschiedliche Kulturtechniken.

Ein „Schatten“-Älteren-Chor fungiert als Resonanzkörper der Vergangenheit (und der Zukunft), der zum Verhandeln der Performer:innen kulturgeschichtliche Fäden spinnt und das Bühnengeschehen für das Publikum kommentiert.
Ausgehend von einer Recherche zu den griechischen Moiroloi entwickeln und erfinden wir Möglichkeiten einer neuartigen Kontextualisierung, Umwidmung und Anwendung bestehender Klagelieder und traditioneller Rituale.

Parallel zur Bühnenperformance entsteht eine installative Arbeit, in der wir in gemeinsamer Regie mit lokalen Akteur:innen audiovisuelles dokumentarisches Material aus unterschiedlichen Regionen verweben (Griechenland, Korea, Kenia, Brasilien). Hierfür arbeiten wir mit künstlerischen Korrespondent:innen, die teilweise unabhängige Recherche-und Produktionszellen bilden, aber den gleichen und gemeinsam festgelegten Fragestellungen folgen. Vorstellbar ist die Installation als Prolog des Performance-Konzertes. How does the death of a loved one change me? What gives comfort? What is a good death? If death is a sound, what would it sound like? When does dying begin?

Das demokratische Online Portal SYBL ergänzt die das Performance-Konzert und die Installation. SYBL ermöglicht allen Beteiligten, aber ebenso Publikum und Interessierten ihre Gedanken und Inspirationen zum Thema Trauer mit uns zu teilen.

Produziert von:
MOUVOIR/Köln
tanzhaus nrw/Düsseldorf
Théâtre de Nîmes/Nîmes
SIDance – Seoul International Dance Festival/Seoul
Greek National Opera Alternative Stage, Athen/GR
(LOFFT Theater Leipzig, Festspielhaus Dresden Hellerau)

Künstler:innen:
Martha Mavroidi (Athen): Musikerin (Laute), Komposition, Gesang, Performance
Mariana Sadovska (Deutschland/Ukraine): Musikerin, Sängerin
Julien Ferranti (Paris): Tanz, Piano, Countertenor
Manon Parent (Berlin): Tanz, Violine, Piano, Gesang
Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola (Berlin): Tanz, Countertenor, Musik
• Lokaler „Chor der Älteren“ (5-7 Laien-Sänger:innen), Athen, Düsseldorf, Seoul, Nîmes, Leipzig

Assoziierte Künstler:innen:
• Min Hye-kyung (Korea): Shamanin, Sängerin, Tänzerin
Kepha Oiro/Ogoya Nengo (Kenya): Film, Gesang, Rap
• U.a.

Künstlerische Leitung:
• Künstlerische Leitung/Regie/Bühne: Stephanie Thiersch (Köln)
• Musikalische Leitung/Komposition: Martha Mavroidi (Athen)
• Dramaturgie/Texte: Stawrula Panagiotaki (Köln)
• Kostüme: Lauren Steel (Berlin)
• Soundscapes: DJ Elephant Power (Brüssel)
• Begleitender Experte: Guy Cools (Wien)
• Kooperation mit Greek National Opera Choir tbc

Zeit

Samstag, 19. Feb 2022, Uhr

Veranstaltungsort

tanzhaus nrw, Düsseldorf

Erkrather Strasse 30, 40233 Düsseldorf

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